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Spielsucht 

Auch wenn die Sucht nach Spielen auf den ersten Blick nicht so ernst wirkt, wie andere bekannte Suchtarten, so ist Spielsucht dennoch eine weitverbreitete und genauso unkontrollierbare Sucht, wie jede andere, die ernste Spielsucht Folgen für die Betroffenen mit sich bringen kann. Glücksspiele unterscheiden sich dahingehend von anderen Spielen, weil der in Aussicht gestellte Gewinn ein Risiko für den Spieler birgt. Das Ergebnis eines Glücksspiels ist dem Zufall überlassen und der Ausgang ist unvorhersehbar.

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Endnoten

Diese Datenschutzerklärung gilt ab dem 25. Mai 2018 und kann von Zeit zu Zeit modifiziert werden.

Wenn wir wesentliche Änderungen an der Datenschutzerklärung vornehmen, werden Sie vorab ordnungsgemäß informiert, damit Sie die Änderungen überprüfen können, bevor sie wirksam werden. Wesentliche Änderungen können erforderlich sein, wenn wir beispielsweise neue Dienste einführen, neue Technologien einsetzen und Ihre Daten für neue Zwecke verarbeiten.

Doch genau diese unbestimmbare Chance auf einen Gewinn, verbunden mit dem Fünkchen Hoffnung, kann langfristig schwerwiegende finanzielle Spielsucht Folgen sowie zunehmende soziale Abschottung mit sich bringen. Glücksspiele dienen in erster Linie der Unterhaltung und dem Spaß. Jedoch kann vereinzelt aus dem ursprünglich zwanglosen Zeitvertreib eine Sucht werden, bei der der Spieler die Kontrolle über die Höhe der Einsätze und die Spieldauer verliert.

Bei süchtigen Spielern bestimmt das Spielen den Alltag und die Gedankenwelt. Laut der anonymen Spieler handelt es sich bei der Spielsucht um eine fortschreitende Krankheit, die niemals vollständig geheilt, aber zum Stillstand gebracht werden kann.

Glücksspielsucht Folgen

Um langwierigen Konsequenzen einer Spielsucht vorzubeugen, sollte sie so früh wie möglich bekämpft werden. Denn nur die wenigsten Spieler verfügen über ausreichend Kapital, um die eventuellen Verluste dauerhaft auszugleichen. Eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Bekämpfung der Spielsucht ist die, dass der süchtige Spieler zunächst dazu bereit sein muss, sich einzugestehen, dass er oder sie Hilfe benötigt und die Motivation mit sich bringt, mit dem Spielen aufzuhören.

Ein Erfolg ist meist nicht absehbar, wenn sich ein Spieler nicht ehrlich mit den Tatsachen seiner Sucht auseinandersetzen kann oder will.

Spieler die sich für eine Selbsttherapie entscheiden, sollten über eine starke Willenskraft und Selbstdisziplin verfügen. Eine hohe Motivation sich aus der Sucht zu befreien und grösseren Schaden im Leben zu vermeiden sollte ebenfalls gegeben sein. Unterstützung aus der Familie und aus dem Freundeskreis kann dabei sehr hilfreich sein, um dem Spieler den Rücken zu stärken. Hilfreich ist es auch sich online oder in Printmedien nach anderen Erfahrungsberichten zu informieren. Dies schafft Bewussstein dafür, dass man mit dieser Hürde nicht allein ist und es zeigt Wege auf, sich aus der Sucht zu befreien.  

Gelingt es der von der Sucht betroffenen Person nicht allein sich aus der Spielsucht zu befreien, so gibt es weitere verschiedene Anlaufstellen, die kontaktiert werden können. Da es viele Menschen gibt, die unter Spielsucht leiden, haben sich Selbsthilfegruppen gebildet. In diesen Gruppen bewegt man sich unter Gleichgesinnten und stösst auf ein anderes Verständnis, als dass von Familie und Freunden. Bei Treffen werden Tipps und Ratschläge ausgetauscht, mit deren Hilfe man die Leere im Leben füllen kann, wenn man nicht mehr spielt. Die Gruppe fängt den Spieler auch bei Rückschlägen wieder auf und zeigt alternative Ausstiegsmöglichkeiten auf.

Eine professionelle Therapie stellt eine dritte Möglichkeit zur Bekämpfung von Spielsucht dar. Bei ausgeprägteren Formen der Spielsucht, ist es empfehlenswert sich in professionelle Hände zu begeben. Die Betroffenen leiten gemeinsam mit ausgebildeten Psychologen Schritte ein, mit denen langsam aber stetig der Weg zurück ins suchtfreie Leben geebnet wird. Auch das Aufsuchen einer Schuldnerberatung kann, je nach Grad der Sucht und Verschuldung, sehr hilfreich sein.

In besonders schweren Fällen kann auch eine stationäre Behandlung erwogen werden. In der ersten Behandlungsphase wird generell eine Auflistung der vorliegenden Probleme erstellt. Dies beinhaltet einen Schuldnerplan mit konkreten Perspektiven zur Tilgung der Schulden und einen Plan mit dem entstandene Beziehungsprobleme in Angriff genommen werden. In der zweiten Phase werden Alternativen aufgezeigt, mit denen sich der Süchtige beschäftigen kann, um nicht wieder in die Versuchung zum Spielen geführt wird. Langfristig ist der einzige Weg aus der Spielsucht ein kompletter Ausstieg aus dem Glücksspiel.

Spielsucht Symptome & Glücksspielsucht Folgen

Süchtige Spieler nehmen jede Gelegenheit wahr, um zu spielen. Häufig resultiert daraus eine Vernachlässigung von Familie, Freunden und Beruf. Die Spieler selbst bemerken den Übergang von einem normalen Spielverhalten zur Spielsucht oftmals nicht. Erschwerend kommt hinzu, dass sich bei der Spielsucht keine äußeren Veränderungen des Betroffenen sichtbar machen. Daher erkennt das Umfeld oftmals viel zu spät, dass eine Person in die Spielsucht abgerutscht ist.

Es gibt jedoch typische Verhaltensweisen, die auf eine eventuelle Spielsucht hinweisen. Oftmals ist der oder die betroffene Spielerin knapp bei Kasse und leiht sich Geld im Bekanntenkreis oder innerhalb der Familie. Zudem gibt die Person oft ohne erkennbaren Grund vor, keine Zeit für gemeinsame Unternehmungen oder Treffen zu haben. Starke Stimmungsschwankungen sowie Unzuverlässigkeit zählen ebenfalls zu den häufig vorkommenden Symptomen von Spielsüchtigen. Je nach Stadium, belügen Betroffene auch ihre Familie, Bekannten und Kollegen, um die Spielsucht geheim zu halten.

Spielsüchtige können ihre Spielsucht anhand folgender Symptome erkennen: Es besteht ein fast kontinuierlicher Drang zu spielen und man kann ihm nicht widerstehen. Man verheimlicht seinem Umfeld, dass man spielt, und setzt immer höhere Beträge, in der Hoffnung auf einen Gewinn, um die zuvor realisierten Verluste auszugleichen.

Erst beim Spielen fühlt man sich glücklich und entspannt. Andere Probleme im Leben werden durch das Glücksspiel verdrängt und nicht gelöst. Wenn die finanziellen Mittel zur Spielsucht fehlen, so kommt es zu entzugsähnlichen Symptomen wie Reizbarkeit, Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, innerer Unruhe und Depression.

Spielsucht Beratung

Jeder seriöse Spiele-Anbieter bietet heutzutage Beratungen für Spielsüchtige an. Das Internet stellt den Nutzern zahlreiche Informationsquellen und Kontakte zur Verfügung. Jede grössere Stadt weist Beratungsstellen auf. Mögliche Anlaufstellen sind:

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen:www.dhs.de
Der Fachverband für Glücksspielsucht:http://www.gluecksspielsucht.de
Informations- und Hilfeportal der BzgA (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)www.check-dein-spiel.de

Spielsucht Ursachen

Die Spielsucht Ursachen, die zu einer Spielsucht führen sind von Person zu Person unterschiedlich und können daher nicht pauschal verallgemeinert werden. Traumatisierende Ereignisse im Leben eines Menschen können eine mögliche Ursache von Spielsüchtigen sein. Es können aber auch Lebenskrisen, wie berufliche Veränderungen, Verlusterlebnisse, Konfliktsituationen oder Krankheit sein, die zu der Sucht geführt haben.

Viele Suchtkranke leiden unter mangelndem Selbstwertgefühl und haben Schwierigkeiten mit dem Umgang mit den eigenen Emotionen. Dadurch kann das Spielen zunehmend an Bedeutung gewinnen, um das Bedürfnis nach Schutz und Stabilität zu befriedigen. Auch der gebotene Reiz an die Eroberung eines Gewinnes kann eine mögliche Ursache der Spielsucht sein.

Spielsucht Folgen

Je nach Ausmass der Spielsucht können weitreichende Spielsucht Folgen für die betroffenen Personen anstehen. Oftmals geht das Vorliegen einer Spielsucht mit hohen Geldschulden, bis hin zur Privatinsolvenz und dem Verlust von sozialen Kontakten einher. Familiäre Konflikte bis hin zur Trennung oder Scheidung sowie der Verlust des Arbeitsplatzes können ebenfalls mögliche Spielsucht Folgen einer Sucht am Spielen sein. Betroffenen Personen verfallen nicht selten in Depressionen.

Spielsucht Hotline

Das Hilfeportal der BzgA bietet jeden Donnerstag von 15:00 bis 17:00 Uhr (ausser freitags) eine Chat-Sprechstunde für Betroffene an. Das Beratungsteam steht Spielern zu Fragen zum eigenen Spielverhalten sowie Angehörigen von betroffenen Spielern zur Verfügung.  Die Hotline der BzgA lautet 0800-1 37  27 00 und ist anonym und kostenlos.

Spielsucht Therapie online

Eine Therapie für Spielsüchtige kann mittlerweile auch online durchgeführt werden. Einige Anbieter bieten dabei Programme zur Selbsthilfe an, die von Psychotherapeuten betreut werden. Im Rahmen der Selbsthilfeprogramme lernt der Spieler mit Hilfe von online zur Verfügung gestelltem Lesematerial und Übungen, wie er sich von zu Hause aus von der Sucht befreit. Die grössten Erfolgschance bestehen bei so einem Programm, wenn die Spielsucht noch nicht ganz so weit fortgeschritten ist.

Eine mehrsprachige Online Beratung ist unter www.aufbruch-spielsucht.de verfügbar.

Spielsucht Statistik

Nach einer im Jahr 2014 von der BzgA durchgeführten Studie haben sich ca. 78 % der 16-65 Jährigen in Deutschland schon mindestens einmal an einem Glücksspiel versucht. Dabei haben Männer häufiger Erfahrungen mit dem Glücksspiel als Frauen. 81 % der Männer haben bereits einmal ein Glücksspiel gespielt, wogegen es bei den Frauen nur 75 % waren. Laut der HNA sind schätzungsweise 438.000 Menschen in Deutschland krankhaft spielsüchtig. Die Geldspielautomaten stellen dabei einen besonders problematischen Fall dar.

Gemäss der von der BzgA und der Deutsche Lotto- und Totoblock (DLTB) durchgeführten Studie zeigen vor allem junge Männer zwischen 18 und 20 Jahren ein zumindest als problematisch anzusehendes Spielverhalten.

Dies bedeutet, dass das Spielen für sie längst zu mehr als einem reinen Freizeitvergnügen geworden ist. Häufig setzten Männer auch höhere Geldbeträge als Frauen. Insgesamt gaben 4,2 % der Befragten an, monatlich zwischen 50 und 100 Euro für Glücksspiele auszugeben.

Spielsucht bei PC/Konsolen und Onlinegames

Kinder, Jugendliche und Erwachsene sind von der Spielsucht als einem globalen Problem betroffen oder mitbetroffen. Zwanghafte Spieler verbringen dabei fast den gesamten Tag in ihrem virtuellen Universum. Jeder zehnte Computerspieler ist heutzutage süchtig oder zumindest suchtgefährdet.

Am Anfang steht generell der Spass am Spiel und die Kontrolle in der Phantasiewelt zu übernehmen. Dabei nutzen Süchtige die Konsolen und Onlinegames um aus der für sie unangenehmen Realität zu entkommen.

Sie können bei Spielen durch Tastenkombinationen ihr Selbstwertgefühl steigern, Stress bewältigen und Macht ausüben. Wenn dies mittels eines Spiels gelingt, so lernt das Gehirn schnell wie bei einer Droge, dass in der virtuellen Welt alles schöner und einfacher ist. Dagegen gelingt die Bewältigung der realen Probleme immer seltener.